Bauernbund fordert Unterstützung statt Schuldzuweisungen

Klimawandel trifft Österreichs Landwirte hart: Ein Aufruf zur Unterstützung

Die Landwirte und Landwirtinnen in Österreich sind verunsichert und unzufrieden mit der aktuellen Situation. Georg Strasser, der Präsident des Bauernbundes, hebt hervor, dass ihre Branche prominent von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Er fordert konkrete Maßnahmen zum Schutz des Klimas und zur Förderung der Artenvielfalt.

Österreich spielt eine führende Rolle in der Implementierung von Agrarumweltprogrammen, wobei mehr als 80 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen beteiligt sind. Darüber hinaus betreuen Landwirte rund 240.000 Hektar, die den Naturschutz und die Biodiversität unterstützen, wie der Bauernbund berichtet.

Strasser ist überzeugt, dass österreichische Landwirte nicht nur gesunde Nahrungsmittel erzeugen, sondern auch aktiv zum Humusaufbau, zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Wäldern und zur Erhaltung von Lebensräumen beitragen. Für ihn ist die Landwirtschaft ein zentrales Element in der Bekämpfung des Klimawandels.

Die Dramatik der Lage verdeutlicht Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, der auf die Einschätzung der Österreichischen Hagelversicherung wartet, um das Ausmaß der Schäden durch die diesjährige Dürre zu ermitteln. Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich auf enorme eine Milliarde Euro. Der Bauernbund vertritt die Auffassung, dass selbst umfassende Vorsorgemaßnahmen und Klimaschutzkonzepte eine solch außergewöhnliche Dürre nicht abwenden können.

Betroffene Landwirte benötigen daher schnelle und unbürokratische Hilfe. Strasser betont: „Unsere Landwirte wollen auch in Zukunft hochwertige Nahrungsmittel in Österreich produzieren. Sie arbeiten jeden Tag unermüdlich dafür. Wer die lokale Lebensmittelversorgung gewährleisten möchte, sollte sich jetzt hinter sie stellen. Was sie brauchen, sind zeitnahe Unterstützung, Wertschätzung für ihre Leistungen und ein Ende der oft ungerechtfertigten Schuldzuweisungen.“

Er kritisiert die öffentliche Wahrnehmung der Landwirtschaft, die immer wieder als Hauptverursacher von klimabedingten Problemen dargestellt wird. „Wir erleben, wie Wiesen vertrocknen, Ernten ausbleiben und das Futter für unsere Tiere knapp wird. Trotz alledem werden wir als Landwirte häufig zu den Sündenböcken gemacht. Das ist nicht nur frustrierend, sondern wird dem umfangreichen Beitrag unserer Landwirte zum Klimaschutz nicht gerecht“, so Strasser abschließend.

Die Folgen der Dürre sind für die Landwirtschaft katastrophal, mit geschätzten Schäden von einer Milliarde Euro. Die Regierung plant, in Anbetracht der Notlage finanzielle Hilfe für die Landwirte bereitzustellen. Aufgrund der extremen Wetterbedingungen haben Land- und Forstwirtschaft Alarm geschlagen, um auf die drohende Krise aufmerksam zu machen.

Die Herausforderung des Klimawandels erfordert ein Umdenken und eine verstärkte Unterstützung der Landwirtschaft, die mehr als nur Nahrungsmittel produziert – sie trägt auch maßgeblich zum Erhalt unserer Umwelt und Biodiversität bei.


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